Fahren wir irgendwann CO2-neutral mit Verbrenner?

(Foto: Patrick Langer, KIT)

Wahrscheinlich nicht.

Diesel und Benzin fügen bei der Verbrennung der Atmosphäre zusätzliches CO2 aus fossilen Quellen zu. Mit „Power to Liquid“-Technologie könnte man CO2 aus der Luft zur Herstellung von synthetischen Treibstoffen benutzen, und unsere Verbrenner damit antreiben.

Leider ist das sehr ineffizient. Im Vergleich zu E-Autos mit Batterie sparen sie viel weniger CO2 ein und brauchen viel mehr Strom. Man müsste also noch viel mehr Wind- und Solarkraftwerke bauen, nur um zu tanken, statt zu laden.

Außerdem ist die Technologie noch lange nicht marktreif. Die erste Versuchsanlage, die CO2 aus der Luft mit erneuerbarer Energie in Benzin umsetzt, steht erst seit etwas über einem Jahr am KIT (s. Foto; Patrick Langer, KIT Pressemitteilung).

Also für PKW-Mobilität sind P2L-Treibstoffe zu teuer, zu wenig nachhaltig, und sparen zu wenig CO2.

Vielleicht eignen sie sich für Flugzeuge und Schiffe, die man schlecht mit Batterien antreiben kann. Hier haben die synthetischen Treibstoffe aber mit grünem Wasserstoff einen potenten Konkurrenten.

Es könnte also sein, dass P2L-Technologien am Ende hauptsächlich Kohlenstoffverbindungen für die chemische Industrie bereitstellen. Aber auch das entscheidet sich erst in der Zukunft.

Ich habe zu dem Thema auf meinem anderen Podcast schonmal eine Folge mit Rüdiger Eichel gemacht. Der arbeitet am Forschungszentrum Jülich und an der RWTH in Aachen.