Gesundheitsmonitor als Tätowierung [video]

In Zukunft könnten Patienten eine Tätowierung mit Nanopartikeln erhalten, die die Konzentration bestimmter Stoffwechselprodukte im Körper über ihre Färbung im Infrarotbereich anzeigen.

Skript:
Tätowierung als Gesundheitsmonitor

Für unseren Podcast in Vorbereitung – „Expedition in die Forschung“ – wollen wir Forschungsgruppen und ihre Arbeit kennenlernen. Und Du kannst mitbestimmen, wo es hin geht!

Einen Krankheitsverlauf fortlaufend mitverfolgen zu können ermöglicht eine individuell angepasste Behandlung. Existierende Monitoring-Implantate halten aber nicht sehr lange.

Das Forschungsteam um Carsten Sönnichsen von der Uni Mainz präsentierte vor kurzem eine Lösung für das Problem. Sie entwickeln Gold-Nanopartikel, die sie mit speziellen Rezeptoren für gesundheitsrelevante Stoffe ausstatten können. Diese ändern die Farbe mit der Konzentration dieser Stoffe, bleichen aber nicht aus, wie andere Indikatorstoffe. Eingebettet in Hydrogel, werden sie auch nicht abgestoßen.

Insgesamt sollen die Partikel für mehrere Monate im Körper funktionieren. Erste Tests an Ratten scheinen vielversprechend.

Sollen wir eine Folge über die Forschung in der Nanobiotechnologie machen? Dann teile diese Meldung und tagge at expidforschung!

Tschö!

Pressemitteilung der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz
Bild: © Nanobiotechnologie-Gruppe, Department Chemie, Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Bildbeschreibung: Goldnanopartikel in einem porösen Hydrogel werden als medizinische Sensoren unter die Haut implantiert. Sie wirken wie ein Tattoo, das Konzentrationsänderungen eines Arzneistoffs im Blut durch einen Farbwechsel anzeigt.

Musik: Sven Laux