Weniger Hoffnung auf billigen Wasserstoff? [video]

Wasserstoff soll ja einer der Energieträger der Zukunft werden. Das macht Sinn, wenn er nicht mehr wie bisher aus fossilen Quellen hergestellt wird – also Öl und Gas. Die Herstellung aus Wasser ist aber sehr teuer…

Skript:

Weniger Hoffnung auf billigen Wasserstoff?

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Nachhaltiger Wasserstoff ist so teuer, dass er sich wahrscheinlich nur dort etablieren wird, wo Lithium-Batterien nicht einsetzbar sind – zum Beispiel in Hochöfen.

Um den Preis zu senken, sucht man unter anderem nach billigeren Photoelektroden.

Photoelektroden verwenden Lichtenergie, um Wasserstoff aus Wasser zu spalten.

Als Material schien sich Eisenoxid anzubieten – also Rost. Der ist natürlich billig.

Jahrzehntelang versuchten Entwickler*Innen, die erwartete Leistung solcher Elektroden auszureizen. Vergeblich.

Forschende aus Israel und Deutschland untersuchten nun mit modernsten Methoden, wie Licht – das ja die Wasserspaltung antreiben soll – auf das Eisenoxid wirkt.

Sie fanden, dass ein großer Teil des Lichtspektrums Ladungen erzeugt, die an Ort und Stelle verbleiben und damit nutzlos für die Wasserspaltung sind.

Damit läge das Leistungspotential für diese Photoelektroden deutlich niedriger als bisher vermutet.
Schade.

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Tschö!


Quelle: Helmholtz Zentrum Berlin

Musik: Sven Laux