Neue Labortiere: Genschere Inklusive [video]

Das klingt nach einer tollen Möglichkeit, für die Medizin aussagekräftigere Ergebnisse zu bekommen und gleichzeitig den Tierverbrauch zu senken.

Skript:

Versuchstiere mit Genschere

Wir suchen Themen für unseren Podcast „Expedition in die Forschung“ und Du kannst mitreden!

Um die Funktion von Genen zu verstehen – zum Beispiel für die Krebsforschung – werden Mäuse mit speziellen Mutationen gezüchtet. Das ist aufwendig und langwierig – und damit teuer – und verbraucht viele Tiere. Außerdem ähneln andere Tiere dem Menschen in seinen Körperfunktionen mehr als die Mäuse. Zum Beispiel Schweine. Deren Züchtung ist aber noch aufwendiger.

Was tun?

Die Genschere CRISPR-Cas9 erlaubt es, bestimmte Gene gezielt zu verändern. Der CRISPR-Teil codiert dabei welches Gen verändert werden soll. Bindet es an das Cas9-Protein, schneidet dieses das entsprechende Gen.

Ein Team an der TU München hat nun Schweine und Hühner gezüchtet, die in jeder Körperzelle das Cas9-Protein haben. Durch Injektion von maßgeschneidertem CRISPR, kann nun jedes dieser Tiere gezielt genetisch verändert werden. Der lange, verschwenderische Züchtungsprozess entfällt.

Spannendes Thema? Dann teile diesen Beitrag und tagge @expidforschung.

Tschö!


Quelle: TU München
Bild: Andreas Heddergott / TUM

Musik: Sven Laux