Neue Arten Sezieren – Ohne Skalpell! [video]

Museen sind wichtige Archive, deren gut gepflegte Kollektionen man selbst nach Jahrhunderten noch mit den jeweils neuesten Methoden neu untersuchen kann. Darum ist es wichtig, seltene Exemplare zu bewahren.

Skript:
Arten Beschreiben ohne Skalpell.

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Neuentdeckte Tierarten sind naturgemäß immer seltenere Arten. Oft hat man nur ein einziges Exemplar – das ist natürlich sehr wertvoll. Für die Beschreibung braucht man jedoch detaillierte Informationen über die Anatomie. Das bedeutet eine Sektion, bei dem das Exemplar beschädigt wird.

Als Alexander Ziegler von der Uni Bonn von einer Expedition mit dem Exemplar einer bisher unbeschriebenen Dumbo-Oktopus-Art zurückkehrt, will er es unbeschädigt erhalten.

Was tun?

Sein Team verwendete ein Hochfeld-MRT und ein Mikro-CT, um erst die Weichteile und dann die harten Teile mit äußerst hoher Auflösung zu scannen. Hinzu kam ein DNA-Probe. So war es möglich, die neue Art zu beschreiben und in den Stammbaum der Dumbo-Oktopus-Arten einzuordnen. Das Exemplar ist im Museum. Forschende haben freien Zugang zu den Scans.

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Tschö!


Quelle: Uni Bonn
Bild: Alexander Ziegler, Uni Bonn
Musik: Sven Laux