Interessanter Ansatz. Die dazugehörige Gentherapie könnte aber die Zulassung und die Annahme unter Gehörlosen erschweren.

Skript:

Licht Hören.

Wir suchen nach Themen für unseren Podcast „Expedition in die Forschung“ und Du kannst mitreden.

Im Innenohr werden Härchen durch Schallwellen bewegt. Diese Bewegung stimuliert den Hörnerv, der sie in elektrische Signale übersetzt. Unterschiedlich hohe Töne bewegen Härchen an unterschiedlichen Stellen.

Manchen Gehörlosen kann ein Cochlea-Implantat helfen, das den Hörnerv direkt elektrisch stimuliert. Die Elektroden sitzen an unterschiedlichen Stellen um verschiedene Tonhöhen weiterzugeben.

Problem: die elektrischen Impulse aktivieren große Bereiche. Die Fähigkeit zum Beispiel Stimmen von Hintergrundgeräuschen zu unterscheiden bleibt deshalb eingeschränkt.

Was kann man tun?

Ein interdisziplinäres Team um Tobias Moser vom Deutschen Primatenzentrum entwickelt Cochlea-Implantate, die Licht statt Elektrizität benutzen. Die Ausbreitung des Lichts ist besser fokussiert; erste Versuche an einem Affen sind vielversprechend. Allerdings muss der Hörnerv mit gentechnischen Methoden zuerst lichtempfindlich gemacht werden.

Spannendes Thema? Lass es uns wissen!

@expidforschung

Tschö!


Quelle: Deutsches Primatenzentrum GmbH – Leibniz-Institut für Primatenforschung, DPZ
Bild: Daniel Keppeler, UMG
3D-Mikroskopische Aufnahme eines LED-basierten optischen Cochlea-Implantats (blaue LEDs in grauer Silikonverkapselung) mit Haarzellen (orange) und Hörnerv (blau/grün) in der Cochlea eines Weißbüschelaffen.

Musik: Sven Laux