Als Kind habe ich in eine Biene gegriffen, die hat natürlich sofort gestochen. Aber im Schwarm stechen Bienen, die nicht in Todesgefahr schweben. Warum?


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Schwarm-Aggression

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Zentrale Rolle bei der Koordination eines Bienenschwarms während der Verteidigung gegen Fressfeinde spielt ein Angriffspheromon. Der Duftstoff wird erst von Wächterbienen abgegeben. Das stachelt Arbeiterbienen an, die dann beim Stechen ebenfalls das Pheromon freigeben.

Im Labor fanden Forscher*Innen der Unis Konstanz und Innsbruck heraus, dass die Bienen zwar mit steigender Konzentration des Pheromons aggressiver werden, bei sehr hohen Konzentrationen aber wieder weniger häufig zustechen. Das verhindere vermutlich unnötige Opfer unter den Bienen, die ja beim Stechen sterben.

Die Konzentrationen des Pheromons, bei denen die Bienen einen Angriff beginnen oder abbrechen sind bei verschiedenen Arten unterschiedlich. Im Computermodell entwickelten die Forscher*Innen eine Hypothese, wie diese Schwellenwerte von der Art und Häufigkeit ihrer Fressfeinde abhängen könnten. Das soll an afrikanischen Arten überprüft werden.

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Tschö!


Quelle: Universität Konstanz
Bild: Adobe Stock

Musik: Sven Laux