Ein Quanten-Magnetsinn im Vogelauge? [video]

Das Thema verfolge ich schon seit über 10 Jahren – mit dem kruzen Video kann man dem Arbeitsaufwand hinter dieser Forschung nicht gerecht werden!

Skript:

Ein Quanten-Magnetsinn im Vogelauge?

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Wie der Magnetsinn bei Vögeln funktioniert und wo er sich überhaupt befindet ist seit Jahrzehnten ein Rätsel – vielleicht sitzt er in ihrem Auge. In der Netzhaut von Vögeln befinden sich nämlich lichtempfindliche Proteine mit unbekannter Funktion; weshalb man sie bei der Entdeckung „Cryptochrome“ nannte.

Aufgrund quantenmechanischer Berechnungen spekulierte man, dass Cryptochrom 4 vom Magnetfeld beeinflussbar sei.

Eine Arbeitsgruppe der Uni Oldenburg ermittelte nun die Gensequenz von Cryptochrom 4 und stellte mithilfe von Bakterien mehrere leicht abgewandelte Versionen des Proteins her. Mit neuesten Methoden untersuchten Forschungspartner*Innen in Großbritannien die magnetischen Eigenschaften der verschiedenen Versionen.

So bestätigten sie die Berechnungen.

Ob Cryptochrom 4 in der Netzhaut der Vögel jedoch tatsächlich als Magnetsensor funktioniert, bleibt weiter offen.

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Tschö!


Quelle: Universität Oldenburg
Bild: Corinna Langebrake und Ilia Solov’yov
Originalliteratur: Jingjing Xu et al., 2021, „Magnetic sensitivity of cryptochrome 4 from a migratory songbird„, Nature

Musik: Sven Laux