Die genetischen Grundlagen der Muster und Farben in Hunderassen und Wölfen.


Skript:

Wie die Fellfarben der Hunde entstehen.

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Muster und Fellfarben entstehen durch Gene, die festlegen, wo und wann, wieviel von welchem Pigment produziert wird. Wölfe und Hunde besitzen zwei Farbpigmente; das schwarze Eumelanin und das gelbe Phäomelanin. Das „Agouti“ Signalprotein bestimmt, welches Pigment eine Haarzelle gerade produziert. Agouti wiederum kann auf verschiedene Weisen aktiviert werden. Denn es besitzt zwei sogenannte „Promotoren“ – das sind Stellen auf der DNA, die das An- und Ausschalten der Gene ermöglichen.

Ein internationales Forschungsteam, darunter Prof. Tosso Leeb von der Uni Bern fand mehrere Varianten dieser Promoter in Hunden. Das zeigte, dass es fünf verschiedene Farbmuster in Hunden geben muss – bisher kannte man nur vier. Auch Wölfe hätten diese Genvarianten.

Vermutlich sei die helle Fellfarbe vor zwei Millionen Jahren durch Hybridisierung mit einer heute ausgestorbenen Art in die Wölfe übergegangen.

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Quellen:

Quelle: UniversitätBern,
Bild: S. Shankar /Wikicommons
Originalpublikation: Bannasch, D.L., Kaelin, C.B., Letko, A. et al. Dog colour patterns explained by modular promoters of ancient canid origin. Nat Ecol Evol (2021).

Musik: Sven Laux