Schweizer Forscher entwickeln eine neues Navigationssystem für Quadcopter mit Künstlicher Intelligenz.

Skript:

Autonome Drohnen in unbekanntem Terrain

Um durch eine unbekannte Umgebung voller Hindernisse zu manövrieren müssen Drohnen bisher zunächst eine Karte erstellen, dann einen Kurs berechnen und den dann abfliegen.

Das ist rechen- und zeitaufwendig und kann nicht unbedingt an Bord der Drohne selbst berechnet werden.

Lebewesen – wie Drohnenpiloten – nutzen dagegen allein ihre Sinneswahrnehmung, um Hindernissen auszuweichen.

Prof. Davide Scaramuzza von der Universität Zürich und sein Team brachten nun einer künstlichen Intelligenz genau das bei.

Sie ließen einen dieser langsamen, rechenaufwendigen Manövrieralgorithmen Routen durch eine computersimulierte Welt voller Hindernisse fliegen.

Mit diesen Simulationsdaten trainierten die Forschenden ein künstliches neuronales Netzwerk, bis es Hindernissen in unbekannten Umgebungen allein basierend auf den Sensordaten ausweichen konnte.

Die mit diesem System ausgestatteten Drohnen können Ausweichmanöver in Echtzeit selbst berechnen und durchfliegen zum Beispiel einen Wald mit bis zu 40 Stundenkilometern ohne Kollision.

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Quelle: Pressemitteilung der Universität Zürich (UZH)

Bild: UZH

Originalpublikation:

Loquercio et al., 2021, Learning High-speed Flight in the Wild, Science Robotics, 10.1126/scirobotics.abg5810

Musik: Sven Laux