Man solle in solchen Studien immer die Biomasse und die Artenvielfalt getrennt betrachten.

Skript:

Insektensterben in Stadt und Feld

Die Insekten in Deutschland sterben rasant. Dabei sind sie extrem wichtig für uns: Sie fressen Schädlinge, ernähren Tiere, und bestäuben Pflanzen. Meist wird als Ursache für das Insektensterben auf Klimawandel und intensive Landwirtschaft verwiesen. Doch bisherige Studien deckten zu wenige Arten auf zu kleinen Gebieten und über zu kurze Zeiträume ab, um einen guten Überblick zu bieten, sagt Professor Jörg Müller von der Uni Würzburg.

Sein Team stellte von April bis August 2019 fast 180 Insektenfallen verteilt über Bayern auf. Die verwendeten Malaise-Fallen fangen eine große Bandbreite an Insektenarten. Alle zwei Wochen wogen die Forschenden die gefangenen Insekten und bestimmten die Arten mittels Gensequenzierung.

Biomasse und Artenvielfalt stiegen mit der Durchschnittstemperatur. Landwirtschaftlich genutzte Flächen hatten eine besonders niedrige Artenvielfalt. Die niedrigsten Biomassewerte fanden die Forscher*Innen jedoch in Städten. Das Team empfiehlt, noch mehr insektenfreundliche Flächen in Städten zu schaffen.

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Bilder:
Malaise-Fallen: LandKlif-Team
Gefangene Insekten: Robert Emmerich
Landkarte: Uhler et al. (2021), CC-BY-SA 4.0

Quellen:

Pressemitteilung der Uni Würzburg

Originalpublikation:

Uhler et al (2021): Relationship of insect biomass and richness with land use along a climate gradient. Nature Communications, 12. Oktober 2021, Open Access.

Musik: Sven Laux