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Skript:
Hirnschaden durch Schwerelosigkeit

Nur wenige SciFi-Autoren gehen auf die Auswirkungen von langen Aufenthalten in Schwerelosigkeit – bzw. Mikrogravitation – auf den Körper ein. Doch wir wissen natürlich schon vom Knochen- und Muskelschwund, der eintritt, weil der Körper nicht mehr gegen die Schwerelosigkeit ankämpfen muss. Außerdem klagen Raumfahrer über Sehstörung. Auch Hirnscans hatten Hinweise auf eine Beeinträchtigung des Gehirns gezeigt.

Ein internationales Forschungsteam unter Beteiligung zweier Mediziner der Universität in München haben nun sechs Kosmonauten nach durchschnittlich rund 180 Tagen auf der ISS über längere Zeit begleitet. Sie fanden Proteine im Blut, die eigentlich ins Gehirn gehören; Anzeichen für einen Hirnschaden. Je länger die Kosmonauten unterwegs waren, desto schlechter die Blutwerte; und der Zustand hielt auch auf der Erde noch wochenlang an.

Die Forscher*Innen vermuten, dass es in der Schwerelosigkeit zu einem Blutstau in den Venen im Gehirn kommt, wodurch Druck auf das Gehirn ausgeübt wird.

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Tschö!


Quelle: Ludwig-Maximilian-Universität, München via IDW
Originalartikel: zu Eulenburg et al., 2021, Changes in Blood Biomarkers of Brain Injury and Degeneration Following Long-Duration Spaceflight, JAMA Neurology, DOI: 10.1001/jamaneurol.2021.3589

Musik: Sven Laux